Hans van Ommeren

Als kleiner Junge saß Hans van Ommeren oft am Ufer, und betrachtete fasziniert das Wellenspiel und die Bewegung des Wassers.Getrieben von der Frage, wie man diese Bewegung auf Film bannen kann, tritt er mit neun Jahren seine Entdeckungsreise an. In diesem Alter nämlich hielt er seine erste Kamera- ein Geschenk seines Vaters- in der Hand. Er erwarb umfassendes Wissen über die Technik der Fotografie und darüber, wie man mit ihrer Hilfe Bewegung auf Bildern darstellen kann.

Dadurch kam er zu dem Thema, das ihn bis heute in seinen fotografischen Arbeiten begleitet: die Erweckung statischer Objekte zum Leben. Er baute sich aus einer Sperrholzplatte seinen ersten Vergößerer, kam dann über verschiedene Kameras zur Hasselblad. Denn, so sagt er heute, wollte er endlich wirklich etwas erreichen und da schien die Hasselblad ihm die einzig denkbare Alternative zu sein.
Sein Motto heißt: “Wenn es einen Weg gibt, etwas anders zu machen, dann ist das der Weg, den du gehen musst.”
So fing er zunächst an, gestochen scharfe Aufnahmen anzufertigen, erkannte dann aber, dass undefinierte Bildelemente ihn mehr reizten. Für ihn sind sie ein Traum in einer Welt, in der Schärfe die Realität ist.
Seine Technik basiert auf das Bewegen der Kamera, während er gleichzeitig ein Bild mehrfach belichtet, mithilfe immer anderer Lichtquellen. Dabei ist es ihm wichtig, das Umgebungslicht in Verbindung mit einem selektiven Fokus zu nutzen. So schafft er mystische und kontrastreiche Aufnahmen, die an stimmungsvolle, impressionistische Gemälde erinnern.

Der aus Holland stammende Künstler verbindet analoge mit digitaler Fotografie: die Aufnahme erfolgt mit Film, nach der Entwicklung wird das Foto eingescannt und anschließend digital bearbeitet. Der Vorteil digitaler Fotografie besteht für van Ommeren nicht in der hohen Geschwindigkeit, sondern weil er die Ergebnisse schneller sehen kann. Dennoch ist die Hasselblad nach wie vor seine favorisierte Kamera.

Hans van Ommmeren vertritt die Überzeugung, dass ein guter Fotograf auf verschiedenen Gebieten begabt sein muss. So findet man seine Arbeiten sowohl in der Werbe- und Modeindustrie, als auch in der IT- Branche und anderen Bereichen. Dabei folgt er immer seiner Intuition: wenn sich etwas gut anfühlt, ist auch das Ergebnis meist entsprechend gut.Fotos machen ist für ihn wie träumen, er fängt Ungewöhnliches ein, hält schöne Momente fest und erschafft mit ihrer Hilfe eine Fantasiewelt. Inspiert von Fotografen wie Lartique, August Sander, Irving Penn, Ernst Haas und Sarah Moon, ist Hans van Ommeren stets auf der Suche nach schöneren Objekten, Farben und Kompositionen.
“Fotografie ist das einzige, das ich wirklich liebe,”, sagt van Ommeren über sich selbst,”traurig, oder?”

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