Charlie Waite

Der  Betrachter ist arglos; nur selten weiß er, was sich bei der Erstellung eines Fotos ereignet hat. Doch auch das friedlichste unter den poetischen Motiven könnte dramatische oder gar beängstigende Geschichten beherbergen - Geschichten, die nicht immer im Bild reflektiert werden. Unter der Oberfläche des stillsten Gewässers mögen stärkste Strömungen herrschen.

Der mittlerweile als einer der führenden Landschaftsfotografen Großbritanniens geltende Charlie Waite begann seine Karriere als Schauspieler und Bühnenassistent, doch schwenkte später lieber darauf um, andere Schauspieler abzulichten; nicht zuletzt, da er erkannte, dass er mit Fotos mehr verdienen könnte, als mit Schauspiel. Nach einiger Zeit voll von frei geschaffenen Porträts studierte er ein Jahr lang Fotografie am Salisburg College of Art, währenddessen er auch als Assistent für einen Werbefotografen arbeitete.

Heute, über 30 Jahre später ist Waite völlig in der Landschaftsfotografie aufgegangen. Sein hoch entwickelter Stil trägt eine sehr persönliche Note und seine Bilder rufen eine fast magische Stimmung der Ruhe und Harmonie hervor.Er benutzt, komplett analog arbeitend, feinkörnigen Film, abgestufte und oft auch polarisierende Filter. Seine Werke druckt und publiziert er exklusiv mit speziellem IRIS-Verfahren auf feines, ausgewähltes Papier, die es zu Ausstellungen in London, Tokio und New York brachten.

Charlie Waite beschränkt sich in seinem Schaffen nicht nur auf das Britische Land. Ihn und seine Kameras verschlug es ebenso nach China, Namibia und Sri Lanka. Als äußert produktiver Fotograf  veröffentlichte er in den letzten drei Jahrzehnten über 20 Bücher, darunter auch „Seeing Landscapes”, ein Band ausschließlich mit schwarz-weißen Bildern.

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